Videofilm über den Kieler Matrosenaufstand 1918

Dokumentarfilm "In Kiel ist Revolution!" Spieldauer 53 Minuten, DVD.
Erstellt 2018 von Kay Gerdes und Klaus Kuhl, herausgebracht von der Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte e.V. als Historische Filmdokumente Nr. 9. Gefördert von der Stadt Kiel und der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein.

Der Film beleuchtet detailliert die Ereignisse im November 1918 an der Förde und stellt sie in einen größeren geschichtlichen Zusammenhang. Verwendet wird historisches Film- und Bildmaterial, Aufnahmen der Originalschauplätze, Interviews aus den 1970er und 80er Jahren mit Zeitzeugen der Ereignisse (darunter auch mit Lothar Popp, einem der Anführer der Bewegung von 1918) und Erläuterungen durch den Historiker, Friedensforscher und Noske-Biografen Prof. Wolfram Wette. Die revolutionären Ereignisse in Kiel werden aus damaliger und heutiger Sicht dargestellt.

Die Filmmusik hat Gerhard Folkerts komponiert. Als Sprecher hat sich der Schauspieler und Synchronsprecher Rolf Becker zur Verfügung gestellt. Es konnten auch eine Reihe bisher wenig bekannter Fotos verwendet werden, darunter aus den Sammlungen Wolfgang D. Kuessner, Klaus Schoppe und Sönke Linning. Die Erstellung des Films wurde auch intensiv vom Stadtarchiv unterstützt.

Begleitmaterial mit dem vollständigen Text, der Gliederung, Quellenangaben und Hinweisen für Lehrkräfte können Sie hier betrachten oder herunterladen (doc 6 MB): >>

Der Film wurde am 24. April 2018 im metro-Kino im ausverkauften großen Saal vorgestellt.

Hier können Sie einen Ausschnitt aus dem Videofilm betrachten:
Interview mit Julius Bredenbek (*.wmv) damals Mitglied der Arbeiterjugend (1,3 Minuten) >>

 

Nur zur priv. oder wiss. Verwendung. Das vollständige schriftliche Interview und ein Lebenslauf finden sich unter Zeitzeugen >>

 

Vorläufer-Versionen:

"November - Kiel schreibt Geschichte - Matrosenaufstand im November 1918", Klaus Kuhl, 1991. Beurteilung des Films durch Dirk Dähnhardt (pdf): >>

"Der Zündfunke", 1990 im Rahmen der Medienpädagogik am Kieler Kulturzentrum "Pumpe" von Kay Gerdes produziert.


Hinweis auf weitere interessante Filme:

  • NDR/arte, Drehbuchautor und Regisseur Jens Becker (Uraufführung Okt. 2018 im metro-Kino Kiel): "1918 - Aufstand der Matrosen", (Arbeitstitel: "Novembersturm"), ca. 90 Minuten.
    Im Mittelpunkt steht Karl Artelt, gespielt von Lucas Prisor. Mittels einer fiktiven Handlung, die jedoch stark an den tasächlichen Abläufen orientiert ist, wird versucht die Ereignisse und die damalige Stimmungslage zu veranschaulichen.
  • Kai Zimmer (Nov. 2012): "Revolution 18", 25 Min., 16:9, Farbe und s/w.
    Ein eher künstlerisch ausgerichteter experimenteller Dokumentarfilm, der die Zeit vom August 1917 bis zum November 1918 aus der Perspektive der Tagebuchaufzeichnungen des Ingenieurs Nicolaus Andersen schildert. Andersen arbeitete auf der Kieler Germaniawerft.
  • WDR (5.1.1975): „War Opa revolutionär?“ von Stefan Bartmann und Karl Mertes, wiss. Beratung Imanuel Geiss
    Sendung zum Schülerwettbewerb im Rahmen des Gustav-Heinemann Preises. Enthält Interviews mit Lothar Popp und Gertrud Völcker.
  • WDR (1986): „Augenzeugen berichten über die Marineunruhen 1917/18“ von Wolfgang Semmelroth und Claus-Ferdinand Siegfried (Regie), ca. 44 Min.
    Enthält viele interessante Interviews u.a. auch mit Julius Bredenbek
  • NDR (1.11.1978): "Matrosen, Räte, Republiken", von Hartmut Idzko und Jörg Knickrehm, ca. 23 Minuten
    Enthält mehrere Schilderungen von Lothar Popp sowie eine Beschreibung der Vorgänge auf der Insel Alsen, wo Bruno Topff die Arbeit der Räte (kurzzeitig) bestimmte.
  • DEFA (1958): "Das Lied der Matrosen", Regie Kurt Maetzig, 126 Min., sw
    In der DDR produzierter Film >>
  • 1968: "November-Verbrecher", 85 Min., Lichtton, sw, D; dieser Film kann in der Regel über Stadtbildstellen ausgeliehen werden.
    In einer reportagehaften, fiktiven Befragung historischer Personen will der Film die Vorgänge jener Novembertage erhellen. Ihre Diskussionen und Verhandlungen werden meist in Form von Interviews mit Vertretern der Regierung, des Reichstags, der obersten Heeresleitung, mit Soldaten und Journalisten nachvollzogen. Deren Aussagen stützen sich auf historische Akten, Protokolle, Reden, Tagebücher und anderes Material.

Update 30.10.2018

 
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