Zeitleiste zum Kapp-Lützwitz-Ludendorff-Putsch in Kiel, 1920

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Stimmungsumschwung; u.a. Angehörige rechter Verbände und Militäreinheiten provozieren Schlägereien auf politischen Versammlungen.

1919

 

 

   
Okt. 1919
Bildung der Nationalen Vereinigung  
   
Jan. 1919
Reichspräsident Ebert erklärt den Ausnahmezustand

 

   
 
Friedenskonferenz in Versailles; Annahme des Vertrags durch die deutsche Nationalversammlung am 22.6.1920

18.-21. Jan. 1920

   

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Erhöhte Bereitschaft in Kiel wird angeordnet  
   
Lüttwitz weigert sich den Befehlen der Regierung nach Truppenabbau (besonders Brigade Ehrhardt) Folge zu leisten.  
     

   
   
 
Flucht der Regierung zunächst nach Dresden von dort nach Weimar und schließlich nach Stuttgart.
Sa, 13.3.
Einmarsch der Brigade Ehrhardt in Berlin.

 

Aufruf zum Generalstreik
Admiralität in Berlin unter Adolf von Trotha unterstützt Kapp.  

 

Arbeiter in Kiel treten in den Streik

Der Chef der Marinestation in Kiel, Levetzow, folgt seiner vorgesetzten Dienststelle.

Er befiehlt die Verhaftung von Ebert und Noske, die in Hamburg vermutet werden, falls diese nach Kiel kommen sollten.

Er beruft das Zeitfreiwilligen-regiment ein.

 

14:30 Versammlung auf dem Wilhelmplatz
   

 

Viele Arbeiter ziehen zur Reichswerft um die dort geblieben Arbeiter, die sich nach Waffen umsehen zu unterstützen.

Nach der Versammlung erscheinen Truppen und "säubern" den Platz.

 

 

Levetzow befiehlt seinen Truppen die Reichswerft zu räumen. Es kommt zu ausgedehnten Kämpfen, die Arbeiter müssen sich schließlich zurückziehen.

Levetzow lässt Heller, Radbruch und Garbe verhaften.

 

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So 14.3.

Levetzow lässt weitere Verhaftungen vornehmen.

Levetzow folgt dem Plan Kapps und ersetzt den Oberpräsidenten und den Polizeipräsidenten durch monarchistisch gesinnte Personen.

Starke Patrouillen durchziehen die Straßen.

Die Schiff-Maschinen-bauschule in der heutigen Legienstrasse wird besetzt, um von dort aus das gegenüberliegende Polizeipräsidium sowie das Gewerkschaftshaus kontrollieren zu können.

Sämtliche Zeitungen werden verboten.

 

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Der Generalstreik wird weitergeführt. Die Menschen sammeln sich in den Straßen und diskutieren erregt die Ereignisse.
Mo, 15.3.

Levetzow schickt weiter Patrouillen durch die Straßen.

Es kommt zu mehreren Zwischenfällen.

Walter Hasenclever: Draußen zieht ein Trupp Soldaten vorbei, verfolgt, belästigt von der Menschenmenge. ... Wir hörten und sahen zwei Warnschüsse, .... Wir sahen die schreiende, flüchtende Volksmenge, auf die sofort scharf geschossen wurde. ... 30 bis 40 Schüsse fallen. Menschen liegen in ihrem Blut. ...

Otto Preßler: ... diese Noskiten sich in Gaarden herumtrieben. Die lagen mit ihren Maschinengewehren auf den Straßen und wenn sich da von der Bevölkerung welche blicken ließen, dann knallten sie durch die Straßen mit MGs. "Fensterrr zu!" haben sie gerufen und dann knallten sie.

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Es bilden sich Aktionsausschüsse aller drei Arbeiterparteien, die immer stärkeren Zulauf erhalten.

Magistrat der Stadt nimmt deutlich gegen Levetzow Stellung.

Di, 16.3.
Die Besatzung der Schiff- Maschinenbauschule geht gegen eine größere Menschenansammlung in der Nähe vor.  

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Mi, 17.3.

Kapp flieht nach Schweden. Der Putsch bricht zusammen.

Levetzow zieht die Truppen von der Reichswerft ab.

 

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Do, 18.3.
"Der blutige Donnerstag"  

Erstellt unter Verwendung von Material aus: Dähnhardt, Dirk/Granier, Gerhard (Hrsg.): "Kapp-Putsch in Kiel", Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte, Band 66, Kiel 1980.

Anm. 1: xxxx
Anm. 2: xxxx

Last updated 11.5.2019

 

Zum Thema Kapp-Putsch in Kiel (1920) finden Sie hier weitere Informationen:

  • Interview mit Otto Preßler >>
  • Lebenslauf Preßler >>
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